Kaltennordheim
Kaltennordheim
ist ein Rhönstädtchen mit Schloss, Altmarkt und Apotheke,
der Kilianskirche aus dem 14 Jahrhundert, dem Amtshof mit einer
500jährigen Linde, der Köhlerei am Umpfen und keltischen
Fliehburgen. Bei seiner Ersterwähnung 795 gehörte es zu
der Abtei-Fulda. 1562 erhielt der Ort durch den Grafen von Henneberg
Stadtrecht. Während des dreißigjährigen Krieges
wurde die Burg und der größte teil des Ortes niedergebrannt.
1700 bis 1900 baute man nordwestlich von Kaltennordheim Braunkohle
ab.
Eine Inspektionsreise führte 1780 Johann Wolfgang von Goethe
mit dem Weimarer Herzog in das Rhönstädtchen zu Erfüllung
geologischer Aufgaben. Die uralte Kulturlandschaft der Rhön
mit Hochmooren und Basaltfeldern, artenreichen Bergwiesen und Lesesteinwällen
ist als Biosphärenreservat Rhön von der UNESCO seit 1991
anerkannt. 48 000 ha des Reservats liegen in Thüringen und
bieten seltenen Tier – und Pflanzenarten geschützten
Lebensraum. In Kaltennordheim gibt es über 60 km Wanderwege
im Naturschutzgebiet und einen Naturlehrpfad. Von Umpfen aus hat
man eine gute Aussicht auf die hohe Rhön und die vier „kalten
Orte“: Kaltensundheim, - westheim, - nordheim und –
ostheim.
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